GERD MAAS

Dekadenz

Dekadenz

Und wider die Dekadenz: Eine neue Anstrengung für Deutschland
Ein Buch von Gerd Maas.

Ein Buch über die bequeme Privatisierung des Lebens und die massenhafte Verdrängung der Tatsache, "dass sich Zukunft nicht von selbst ergibt". Eine Ist-Analyse und ein Zukunftskonzept. Damit ein wenig von dem einzigartigen Wohlstand unserer Gesellschaft heute für unsere Kinder und Enkel bewahrt bleibt.
DEKADENZ
Und wider die Dekadenz: Eine neue Anstrengung für Deutschland
Gerd Maas
Norderstedt 2009
272 S., broschiert, 18 € (D)
ISBN 978-3-8370-3445-5
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Klappentext

Dekadenz stellt den Leser vor die geballten Verrücktheiten und Übertreibungen einer Gesellschaft, die den Wohlstand und die Gemütlichkeit zum Selbstzweck ernannt hat. Die Leben als Freizeit definiert, die sie größtenteils vor dem Fernseher passiviert. Die zu faul ist zum Kinder kriegen und stattdessen lieber Erschöpfung Burn-out nennt und in den Frühruhestand geht. Man kann sich ein Land erlesen, dessen nationale Interessenslage sich nach den Wochenangeboten der Discountmärkte richtet und dessen Bevölkerung im Kaufhaus mit dem Aufzug fährt, um Nordic-Walking-Stöcke zu kaufen. Und man darf sich mal überlegen, was so schlimm daran sein soll, dass man heute nicht mehr als gestern hat, wenn das Gestrige auch schon eine ganze Menge war. Mit Maßlosigkeit, Konsumsucht und Müßiggang setzen wir das gedeihliche Fortbestehen unserer Gesellschaft aufs Spiel. Dem entgegenwirken kann nur eine gemeinsame, eine neue Anstrengung für Nachhaltigkeit und Subsidiarität. Das Überleben einer Gesellschaft hängt vom Verantwortungsbewusstsein und von der Eigeninitiative ihrer Bürger ab. Es ist an der Zeit, dass sich die Menschen in Deutschland wieder um ihr Überleben kümmern dürfen, damit es ihnen wieder wichtig wird.

Verzeichnis

GESTERN
Verfall
Untergang

Über die Ambition

HEUTE
Lebenswandel
Konsum
Fernsehen & Virtual Reality
Gesundheit
Arbeit & Soziales
Kinder & Erziehung

MORGEN
Überlegungen
Die neue Anstrengung

Zur Vertiefung
Hier finden Sie kurze Inhaltsangabe zu den einzelnen Kapiteln [105 KB]

Inhalt

Das Buch beginnt mit einer Konkretisierung des Allerweltsbegriffes „Dekadenz“ auf einer kleinen Zeitreise von den Stoikern bis Nietzsche, um einen Bezugsrahmen für alles Folgende zu schaffen. Dazu heißt es im einleitenden Kapitel „Verfall“ gegen Ende: „Dekadenz steht für den schleichenden und in der Masse unreflektierten Verlust sowohl von Werten als auch von Fähigkeiten, die ursprünglich und natürlich für die Entfaltung einer Gesellschaft maßgeblich waren. Es ist der Verlust der Angemessenheit des Verhaltens für ein gedeihliches Fortbestehen einer Zivilisation. … Zwei vielfach verwobene Wortpaare bringen die dekadenten Charakteristika auf den Punkt: Maßlosigkeit und Konsumsucht sowie Müßiggang und Verweichlichung. Diese Wesensmerkmale sind die Symptome des Verfalls. Das Vorhandensein und die Intensität dieser Eigenschaften sollen uns im Folgenden als Lackmustest dienen.“ Ergänzt wird die Einleitung durch einen Abgleich mit historischen Theorien und Hypothesen zum Aufstieg und Fall von Gesellschaften, indem die Mitwirkung von Dekadenz in den Untergangstheorien von Autoren wie Jared Diamond, Joseph A. Tainter, Oswald Spengler, Sir Martin Rees und anderen beleuchtet wird.
So mit einer Vorstellung des vergangenen Einflusses von Dekadenz auf das Schicksal von Zivilisationen gewappnet geht es ins Heute und damit zum Hauptteil des Buches. „Lebenswandel“, „Konsum“, „Fernsehen & Virtual Reality“, „Gesundheit“, „Arbeit & Soziales“ und „Kinder & Erziehung“ werden nach Vorzeichen des Verfalls durchkämmt. Man steht vor den geballten Verrücktheiten und Übertreibungen einer Gesellschaft, die den Wohlstand und die Gemütlichkeit zum Selbstzweck ernannt hat. Die Leben als Freizeit definiert, die sie größtenteils vor dem Fernseher passiviert. Die zu faul ist zum Kinder kriegen und stattdessen lieber Erschöpfung Burn-out nennt und in den Frühruhestand geht. Man kann sich ein Land erlesen, dessen nationale Interessenslage sich nach den Wochenangeboten der Discountmärkte richtet und dessen Bevölkerung im Kaufhaus mit dem Aufzug fährt, um Nordic-Walking-Stöcke zu kaufen. Und man darf sich mal überlegen, was so schlimm daran sein soll, dass man heute nicht mehr als gestern hat, wenn das Gestrige auch schon eine ganze Menge war.
Um den Leser – und mich selbst – schließlich nicht im Regen stehen zu lassen, endet das Ganze mit zwei Kapiteln zum Morgen, sprich zu den Chancen einer Erneuerung wider den dekadenten Verfall. Ich bin durchaus hoffnungsvoll, dass wir in Deutschland den point of no return noch nicht unbedingt überschritten haben. Eine neue Anstrengung kann sich lohnen, wenn es uns gelingt, unser Gemeinwesen als eine nachhaltige Leistungsgesellschaft zu gestalten. Dazu bedarf es mündiger und verantwortungsbereiter Bürger die sich denkend und handelnd mit Leistung und Solidarität für Nachhaltigkeit und Subsidiarität einsetzen. Hierfür gibt es politische Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn auch nach dem Aufstieg einer Zivilisation unweigerlich ein Abstieg kommt, muss es doch kein Absturz sein. Es lohnt sich also, Entscheidungen für die Zukunft zu fällen. Dafür gilt es, Maß und Ziel zu finden, und dazu will das Buch beitragen.